Kalamata oder Das kleine Ekel-Abc

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ERSCHIENEN BEI KITAB (2013)
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„Kalamata liegt auf der Ägäis-Insel Kos im Schilfgürtel eines Salzsees, der als Zugvogelrastplatz unter Naturschutz steht. Hier wohnen der Maler Andrea Irx und die Fotografin Alexandra Doria zurückgezogen und unberührt vom Tourismus. Dass Irx ein Gratwanderer zwischen Genie und Irrsinn und Doria nicht nur seine Lebensgefährtin, sondern auch seine Kunsttherapeutin ist, weiß niemand. Zufällig »entdeckt« der Tiroler Aussteiger Didi Gastonner, der in der Nähe eine Galerie für Kunsthandwerk betreibt, Irx und bemüht sich um dessen Vermarktung. Dass Irx an einem schizophrenen Defekt leidet, merkt Didi nicht, informiert aber seinen Freund, den Kleinverleger Scher, über seine »Entdeckung« mit der Bitte, ihm bei der Irx-Vermarktung zu helfen. Scher kann nicht kommen, weil er unter Reisephobie leidet und delegiert Leo Kmetko, den Ich-Erzähler, mit der Recherche. Leo kennt Irx von früher, fliegt nach Kos, freundet sich mit Irx und Doria an, führt Gespräche mit ihnen, lässt »Philemon und Baukis« mit ihnen als »Helden« wieder auferstehen, fürgt Irx’s Krankengeschichte und Dorias Entwicklung zur Kunsttherapeutin ein und erzählt, was unangepassten, kreativen Außenseitern im Wien der 1970er-Jahre so alles an Ausbeutung, Schmähung, Missverständnis und Isolation widerfuhr. «Das kleine Ekel-Abc« erscheint bald darauf bei Otto Schers Edition Welterbse.“ (Klappentext)

Pressestimmen:

Ernst Wünsch erscheint im Dreivierteljahres-Rhythmus: Nach »Spritz-Bitter« und »Finstern« gibt es jetzt den Roman »Kalamata oder das kleine Ekel-ABC«. Wiederum bei Kitab, geht’s erneut bitter-süß-sauer rund; mit Alexandra, Irx, Didi, Schizophrenie, Reisephobie und Reminiszenzen des Ich-Erzählers über Schmähung, Missverständnis und Isolation eines kreativen Außenseiters im Wien der Siebziger.“
erschienen in der Kärntner Krone, Jänner 2014

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„Mit »Kalamata«, dem zweiten Prosa-/Roman-Teil rund um den liebenswerten Leo, gelingt dem Autoren dabei abermals sein gekonnter Spezialgriff, die Banalität gescheiterter Existenzen und nicht verwirklichten Potentials in eine zauberhafte Besonderheit zu verwandelt. Quasi im Vorbeigehen (oder Vorbeischreiben) entlarvt er dabei die Banalität des Alltages als das eigentlich Sonderbare. Das ist vor allem seinem von ironischem Witz und seiner detaillierten Erzählkunst zu verdanken: Exkurse, Detailbetrachtungen und Abschweifungen machen den Erzählstrang beinahe zur Nebensache. Viel wichtiger, viel spannender – und vor allem: viel genussvoller zu lesen, sind diese Beobachtungen von oft scheinbar nur Belanglosem. Die große Kunst dieser Erzählweise ist dabei, dass es Wünsch stets gelingt, nicht in Langatmigkeit zu verfallen. Vielmehr entwickelt er gerade in seinen Erzählungen von für die Handlung scheinbar nebensächlicher Kleinigkeiten, Beobachtungen und Randnotizen eine geistige Schärfe, die oft trocken-subversive Sozialkritik, stets aber bissigen und herzlichen Witz transportieren.“
Leo Bachinger für das etc.-Magazin, November 2013

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